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Tschüß 2014! Vermissen werde ich Dich nicht.

Puh… Schon wieder ist ein Jahr rum. Wahnsinn, wie schnell es vergangen ist. Ich bin ganz ehrlich recht froh drum, 2014 war eins der beschisseneren Jahre. Eigentlich führt es die Rangliste zusammen mit 2013 sogar an. Warum? Gesundheitlich waren 2013 und 2014 mal echte Nullnummern, es war wie verhext, ich habe wirklich alles angezogen.
Von Juli 2013 bis Mai 2014 habe ich es auf sieben Vollnarkosen gebracht und Medikamente mit wirklich krassen Nebenwirkungen schlucken müssen. Der Außenknöchelbruch im April war wirklich noch das Lustigste und wurde immerhin mit einem Hubschrauberflug nach Cortina d’Ampezzo belohnt.
Und trotzdem gab es viele schöne Momente, auch im sportlichen Bereich.
Medikamentenbedingt ging es mit meiner Ausdauer kontinuierlich bergab. Ich habe dagegen antrainiert wie ein Vieh und meinen vielen supertollen Ärzten einiges an Bewunderung dafür abgerungen. Ende Januar war dann aber der Tiefpunkt erreicht und ich war froh, wenn ich auf einen Rutsch in unsere Wohnung im vierten Stock gekomme bin. Was für ein Erlebnis, als dann Ende Februar die Hausrunde wieder schaffbar wurde (20 Minuten (!) langsamer als normal). Geile Sache! Und Ende März „Operation Kaiserschmarrn“. Fünf Tourentage mit Herrn Richtig und zwei sehr guten Freunden in den Dolomiten. Die erste Skitour nach diesem ganzen Sch… auf den Sextner Stein, wo ich oben mit Blick auf die Drei Zinnen geheult habe vor Glück, und in den folgenden Tagen einige der schönsten Tourenmomente ever gehabt habe.
Der Knöchel hat mir dann einen einen Strich durch die hochfliegenden Pläne für den einen oder anderen Ski-4000er gemacht und mich für drei Monate ausdauersport-mäßig komplett ausgeknockt. Was aber ging, war Krafttraining, dass ich in dieser Zeit richtig lieben gelernt habe (und die Liebe hält noch an). Oder ich bin auf Krücken 10mal am Tag vom vierten Stock in den Keller und wieder hoch. Hach… Ich hatte pünktlich zur Bikinisaison einen Traumtrizeps! Und Bikini war diesen Sommer wirklich angesagt, denn mit Ende 30 bin ich zur Wassersportlerin geworden und dem Stand-up Paddling verfallen.
Insgesamt habe ich in diesem Jahr, das heute zu Ende geht, sehr viel über mich und meinen Körper gelernt. Mir wäre es zwar lieber gewesen, wenn ich es nicht mit der Brechstange bekommen hätte, aber auch hier versuche ich, das Positive zu sehen:
ich bin geduldiger geworden (und Geduld gehört wahrlich nicht zu meinen hervorstechenden Charaktereigenschaften).
Ich habe zum Yoga zurückgefunden (Plan für 2015: Yoga aufm SUP!).
Ich schätze jeden Tag und vor allem jeden Tag, den ich draußen verbringen kann, noch um einiges mehr als früher.
Und gaaanz wichtig: als es hart auf hart kam, habe ich gemerkt, wieviele tolle Menschen ich kenne. Die verrückte Riege wird angeführt von Herrn Richtig, der sich unsere ersten zwei Ehejahre bestimmt anders vorgestellt hat, und umfasst ein ganzes Rudel lieber Menschen, die alle etwas ganz Wichtiges können: einfach nur da sein, wenn man sie braucht.
2015 bringt hoffentlich weniger Komplikationen. Ich wünsche mir (außer Gesundheit natürlich) viele hohe Berge, viele Laufkilometer, fluffigen Powder bis Ende März und noch mehr vertikale Klettermeter. Schau mer mal, was das Neue Jahr so zu bieten hat. Jetzt bin ich erstmal froh, dass es zusammen mit den Herzensmenschen eingeläutet wird.

Euch ein gesundes und glückliches Neues Jahr mit lauter lieben Menschen und run while you can!

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1 Comment

  • Katrin

    31. Dezember 2014 at 13:09 Antworten

    Das waren dann wirklich weniger angenehme Jahre. Gebracht haben sie bestimmt dennoch etwas.
    Ich wünsche dir für 2015 alles Liebe und nur das Beste.

    Happy 2015
    Katrin

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