Gipfelpanorama auf dem Hehlekopf mit Hohem Ifen

Skitourentage im Kleinwalsertal

Die Planung einer Skitourenwoche war diesen Winter kein leichtes Unterfangen. Der Wetterbericht wechselte ständig, aus dem angesagten Powderalarm wurden entweder nur ein paar Flöckchen, oder es schneite schnell mal 20 cm und schmolz am nächsten Tag bei frühlingshaften 12 Grad schneller weg, als dass man die weiße Pracht auch nur fotografieren konnte. Wir warteten also ab bis kurz vor knapp und entschieden uns auf Grund der Wetter- und Niederschlagsvorhersagen für die Schwarzwasserhütte im Kleinwalsertal aka Schneeloch. Herr Richtig und ich waren 2009 schon einmal ein paar Tage auf der Hütte und hatten die Hütte und das Gebiet in guter Erinnerung. Die Hütte selber liegt nicht hoch (1651 m) und auch die Gipfel im Gebiet der Hütte beeindrucken nicht mit großer Höhe. Die Schwarzwasserhütte ist also eher ein Gebiet, in dem man eine Vormittagstour macht, und nachmittags nach einem Kaffee und einer Brotzeit nochmal aufbricht. Nach dem krankheitsbedingten Tal der Tränen und der angesichts der gerade erst überwundenen Stirnhöhlenentzündung zumindest für mich die bestmögliche Wahl, etwas hochalpines hatte der Doc mir eh strikt untersagt.Montags machten wir uns in der gewohnten Kombi bestehend aus Stephan, Boris, Herrn Richtig und mir auf den Weg von München ins Kleinwalsertal und fuhren durch übelsten Regen, im Allgäu dann durch dichten Schneefall, über teils spiegelglatte Straßen Richtung Riezlern. Tipp: wer in der Gegend von Riezlern ist, sollte unbedingt in die Cantina Vertical einkehren. Tamara, ihr Mann und das supernette Team bewirten dort mit feinstem Kaffee und leckeren Kleinigkeiten!

Wer mit dem Auto ins Schwarzwassertal fährt, sollte davor den Sparstrumpf leeren. Der Tourengeherparkplatz kostet 6,00€ pro Tag und der Automat nimmt nur Münzen.

Der Aufstieg zur Hütte verläuft auf einer gut gewalztem Weg und zieht sich recht lange ohne merklichen Höhengewinn dahin, bevor er dann kurz vor der Hütte aufsteilt. Pünktlich zum Abendessen um 18.00 Uhr waren wir auf der Hütte und haben nur schnell unsere Zimmer bezogen.

Am ersten Tag machte die Wade wieder Probleme. Die Herren zogen also ohne mich los, um Richtung Hehlekopf (Klappe die Erste) zu gehen und dort ein bisserl im dichten Nebel herumzustochern.

Der Hehlekopf wurde auch an den anderen Tagen zum Ziel der Wahl. Er war bei den Schneeverhältnissen und Lawinenwarnstufe 3 die vernünftigste Wahl und vor allem auch für mich machbar. Als Tagesabschluss haben wir nach getaner Arbeit am Hehlekopf noch das Steinmadl in Angriff genommen. Den Gipfel haben wir ausgelassen, da uns die Querung im oberen Bereich des Hanges zu unsicher erschien.

Der Wettergott hat uns eigentlich sehr gut mitgespielt. Tagsüber gab es längere Passagen mit Sonnenschein, über Nacht frischen Pulverschnee, so dass wir immer fast unverspurte Hänge vorgefunden haben.

Für meinen Gesundheitszustand und die herrschenden Schnee- und Wetterverhältnisse haben wir das Beste rausgeholt. Nur auf dem Hohen Ifen war ich wieder nicht – ich denke, das hole ich im Sommer einmal nach.

Blick auf den Hohen Ifen mit Skitourengeher
Stephan vor dem Hohen Ifen

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