Blick aufs Sudelfeld mit dem Traithen

Spritztour auf den Wendelstein

Ihn erkennt man schon von Weitem: den markanten Wendelstein, der bekannteste Berg des Mangfallgebirges. Als Solitär ragt er 1.838m hoch auf und die hohe, rot-weiße Antenne auf seiner Spitze macht ihn unverwechselbar.

Die dort verbaute Infrastruktur (eine Sternwarte, eine Wetterstation, eine Windkraftanlage, ein Geopark sowie eine Senderanlage des bayerischen Rundfunks) und die touristische Erschließung durch die Zahnradbahn von Brannenburg und die Seilbahn von Osterhofen aus geben oft Anlass, abfällig über diesen schönen Berg zu sprechen. Und tatsächlich wird es oft voll auf dem Gipfel. Verständlich bei der großartigen Schau, die man von dort oben hat. Wagt man sich aber vom Gipfelplateau runter, kann man den Berg oft in aller Einsamkeit genießen. Selbst bei wunderbarem Wetter und tollem Schnee sind hier weniger Leute unterwegs als in den benachbarten Skigebieten Sudelfeld oder Spitzingsee.

Die Skitour von der Bayrischzeller Seite geht man am Besten vom Parkplatz der Wendelsteinseilbahn aus an. In diesem Fall ist es eine reine Pistenskitour. Man folgt dem Pistenverlauf bis zur Talstation des Lacherlifts und hält dann auf die felsige Kesselwand zu. Über eine Pistenrampe steigt man in die Zeller Scharte und geht unter den Gleisen der  Zahnradbahn hindurch. Ein letzter, steiler Schnapper (oft sind Harscheisen empfehlenswert) bringt einen direkt zum Wendelsteinhaus. Die Abfahrt folgt dem Auftsiegsweg. Bei guter und sicherer Schneelage hat man die Wahl zwischen vielen schönen Hängen abseits der Piste.

Auch vom Sudelfeld aus kann man die Tour gehen. Allerdings finde ich den Weg durch den Wald bis zur Wendelstein Alm etwas mühselig, wenn auch landschaftlich schön. Als Startpunkt dient der Parkplatz „Unteres Sudelfeld“.Wendelstein_132502_0018Wendelstein_132502_0007

Immer nah an der Piste und doch schön ruhig.

Brauneck geht immer

Es gibt sie ja, solche Tage: tags zuvor bis spät in die Nacht gearbeitet, nach der letzten Grippewelle immer noch ein bisserl angeschlagen, das Wetter ist auch nicht wirklich der Hit, aber raus möchte man trotzdem. Vor allem auf die Ski! Zum Glück gibt es für solche Tage auch die passenden Berge. Berge die einfach immer gehen, wenn auch sonst nix geht. Für mich gehört das Brauneck dazu. Sommers wie winters.

Am Sonntag war mal wieder so ein Tag und so gings in der Früh Richtung Lenggries. Der erwartete Stau blieb aus, das Wetter war den meisten Münchnern wohl zu schlecht für eine Landpartie. Wir starten am großen Parkplatz bei den Draxlliften und halten uns auf der großen Wiese, wo die Rodelbahn verläuft Richtung Waldrand. Dort geht es über eine schmale Brücke über einen Bach und dann auf schmalem Weg durch den Wald den Berg hinauf. Ab und an kommt der Weg der Skipiste recht nahe, führt dann aber immer wieder recht schnell wieder weg von der gewalzten Trasse. Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir den Ausstieg des Florihanglifts und rutschen ein paar Meter zur Florianshütte runter. Den weiteren Aufstieg zum Brauneck Gipfelhaus sparen wir uns. Denn plötzlich kommt die Sonne heraus, die wir dann ausgiebig auf der Terrasse der Florianshütte genießen. Über die Familienabfahrt gehts wieder ins Tal und heim nach München.

Immer nah an der Piste und doch schön ruhig.
Immer nah an der Piste und doch schön ruhig.
Es gibt viel zu tun...

Buchtipp: Landmark Notes

Für Besucher der Bayernmetropole ein Muss, aber auch für Münchner ist hier bestimmt die eine oder andere Entdeckung dabei.

Das liebevoll gestaltete Buch aus der designchen-Redaktion ist Stadtführer und Notizbuch in einem. Die vielen tollen Bilder machen Lust, sofort loszuziehen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Und zu entdecken gibt es Einiges. Auch einiges Neues, selbst für einen München-Homie. Besonders nett finde ich die Details wie die handbestempelten Tütchen für Visitenkarten oder ähnliches, sowie die Postkarten mit Motiven aus dem Buch.

Ich denke, ich werde Landmark Notes zum Anlass nehmen, mal wieder durch die „fremden“ Viertel wie Haidhausen und Schwabing zu ziehen…

Es gibt viel zu tun...
Es gibt viel zu tun…