Martell Aug12_45

Große Liebe – Marteller Hütte

Es gibt sie, die Liebe auf den ersten Blick. Die große Liebe. Dabei begann alles so beiläufig und eigentlich nur aus Bequemlichkeit. Bei unserem ersten Besuch im Martell Tal waren wir auf der Zufallhütte. Schon damals war klar, dass die Zufallspitzen und der Monte Cevedale zu den großen Zielen gehören. Beim Erkunden des Tals kamen wir auch an der Marteller Hütte vorbei, die damals noch im Winterschlaf war. Von außen ganz unscheinbar und tief verschneit, haben wir sie damals aber schon als Basecamp für unsere Wunschgipfel gewählt.

Im Juli 2010 machten wir uns wieder auf den Weg nach Südtirol und nahmen auf der Marteller Hütte Quartier. Was soll ich sagen? Um mich war es damals schnell geschehen! So einen herzlichen Empfang wie den von Peter hatten wir noch nie. Die Hütte tipptopp, die Lager gemütlich, geräumig und sauber. Das Essen der Wahnsinn. Der Service herzlich und freundlich und nie gestresst (bis heute habe ich das nicht erlebt). Ein Hüttentraum wird wahr! Frühaufsteherfrühstück um 04.00 Uhr? Kein Problem, Peter ist sogar aufgestanden, um uns Kaffee zu kochen und beobachtete lange unseren Weg über den Gletscher. Nach der Tour auf Zufallspitzen und Cevedale ersteinmal ein Gipfelschnapserl, welche Freude! Abends wieder große Freude bei uns: die deutsche Mannschaft spielt bei der FIFA-WM gegen Argentinien. Wir versuchen, ein paar Neuigkeiten über die Mobiltelefone zu bekommen. Auch hier ganz ungefragt und zu aller Freude: Peter stellt seinen Privatfernseher in die Stube, die wir belegen und strippt ein Antennenkabel. Die Stube wird voll, wir sehen auf 2.610m die Deutsche Elf gewinnen.

Im April 2011 zieht es uns wieder hin. Zu Ostern wollen wir das Gebiet dort mit Ski erkunden. Die Köllkuppe, die Veneziaspitzen und die Suldenspitze stehen auf unserem Wunschzettel. Wieder präsentiert sich das Martell Tal von der besten Wetterseite. Peter erinnert sich an uns und der Empfang ist wieder herzlich und freundschaftlich. Am Ostermorgen begrüßen uns Schokohasen und -eier auf dem Frühstückstisch.

Im Sommer 2011 sind wir hauptsächlich in Österreich unterwegs und der Winter 2011/12 ist in Südtirol schneetechnisch eine Katastrophe. Aber im August 2012 ist es endlich wieder soweit: wieder zu Peter und seiner schönen Hütte! Der schneearme Winter hat den Gletschern böse zugesetzt. Wir wiederholen einige Touren und genießen einfach die Gastfreundschaft.

März 2013, unser Hochzeitsmonat. Als Hochzeitsreise sollte was Großes her. Am Besten in den Westalpen. Nach langem Hin- und Herüberlegen kam dann raus, dass jeder von uns eigentlich auf die Marteller Hütte wollte, aber niemand hatte sich getraut, es zu sagen :-)  Also ein Anruf und alles war klar. Honeymoon im Martell Tal!

No Comments

Post a Comment