Ein Steinmandl statt Gipfelkreuz

Fernab des Trubels – Auf die Maroldschneid

Ein wunderschöner Samstag im Oktober mit bestem Wanderwetter. Da wirds ja gerne mal etwas voller auf den Münchner Hausbergen. Es muss also etwas her, das nicht so frequentiert ist.

Ich entscheide mich für die Maroldschneid, ein langezogener Rücken gegenüber der Ruchenköpfe. Am Parkplatz „Am schweren Gatter“ gehts los. Zuerst recht steil bis zum Silberghaus, das ich rechts liegen lasse, und dann ganz gechillt weiter Richtung Wirthsalm und Sandbichler Alm. An der Sandbichler Alm verlasse ich den Weg und gehe steil und direkt auf den Rücken der Maroldschneid.

Am kreuzlosen Gipfel (1688m) bin ich ganz alleine und kann das wunderschöne Herbstwetter genießen. Nach einer ausgiebigen Sonnenpause mache ich mich auf den Weg Richtung Auerspitz, immer auf dem Kamm entlang. Auf der Auerspitz bietet sich dann schon ein anderes Bild: außer mir sind zwei Dutzend andere Sonnenhungrige heroben. Aber das ist noch nichts zu dem, was sich auf der Rotwand abspielt: ein wahrer Lindwurm windet sich den Weg vom Rotwandhaus zum Gipfel hinauf! Ein klassischer Hüttengipfel halt. Da nehme ich mir meine Jausn dann doch lieber selber mit und muss nicht vor dem Gipfel Schlange stehen.

Von der Auerspitz nehme ich den Weg Richtung Soinsee hinab, lege nochmal ein kleines Päuschen am Brotzeitfelsen ein und beobachte neidisch die Kletterer an den Ruchenköpfen. Das nächste Mal wieder mit Seil und Seilpartner! Über die Soinalm laufe ich um den Sillberg herum zum gleichnamigen Haus und bin wieder am Auto.

Die Tour auf die Maroldschneid ist wirklich ein kleines Abenteuer. Allerdings sollte man schon eine Vorliebe für Latschenkiefern haben, da der Weg über den Kamm doch recht botanisch ist. Je näher man allerdings zur Auerspitz kommt, dest besser ist der Weg zu sehen und ist teilweise auch ausgeschnitten.Maroldschneid_20131026_berghungrig2

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