Sonntags-Sammelsurium 02.Oktober 2016

Zwei wunderschöne Wochen in Norwegen mit Freunden liegen hinter mir. Endlich einmal wieder einfach nur das getan, auf was ich Lust hatte. Die lange Reise mit dem Auto haben wir auch mit Anstand hinter uns gebracht. Und bei einer 24 Stunden dauernden Reise kann man auch mal wieder im Netz schmökern.

Passend zum letzten Wiesn-Wochenende und zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit geht das SZ-Magazin der Frage nach, warum die Forschung noch kein Mittel gegen Kater gefunden hat. Lustig und spannend! Prost!

Jeder macht mal Fehler. Aber warum fällt es uns oft so schwer, uns selber Fehler zuzugestehen, während wir das bei andern oft besser können? „Don’t beat yourself up!“ geht dem auf den Grund.

Mit Murmeltieren kriegt man mich immer! Ich liebe diese pelzigen Gesellen. Schade, dass ich diese Jahr gar keins zu Gesicht bekommen habe. Vielleicht sollte ich mal wieder Richtung Schweiz und mit dem Murmeltierflüsterer auf Tour gehen.

So widerstehst Du der Versuchung von Chips & Co.“ verspricht die WELTkompakt. Aber will ich überhaupt widerstehen? Dass Knabberzeugs nicht gesund ist, ist mir absolut klar, aber manchmal (gerade im Urlaub) ess ich das ganz gerne. Könnt ihr damit aufhören? Oder fangt ihr gar nicht erst damit an?

Ich erlebe Urlaubsziele gerne kulinarisch. Wo ich auch bin, kein Supermarkt ist vor mir sicher und wird ganz genau inspiziert. Zu toppen sind Supermärkte nur von Bauernmärkten oder Läden, wo man Produkte aus der jweiligen Region einkaufen kann. Der sympathische Weltreisende Thomas Guthmann hat da einen heißen Tip für Osttirol, den Bauernladen in Virgen. Kaum da, steht schon das nächste Reiseziel :-)

Zimt uns Ingwer kann bei mir über alles drüber. Und Kurkuma ist auf dem besten Wege, das dritte Lieblingsgewürz zu werden. In München rollt jedes Jahr zum Wiesnende die erste große Erkältungswelle durch die Stadt. Da kann eine Goldene Milch mit viel Kurkuma zumindest nicht schaden. „Erkältung adé!“ meint Kathrin von einbisschenvegan.de

Wer Norwegen mag und in Bildern schwelgen möchte, sollte bei aurlandsphotography.com vorbeischauen. Wunderschöne Bilder und wir haben tolle Tipps von denen bekommen.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche, bleibt gesund!

Am Gipfelgrat der Weißkugel

Schöne Aussichten auf der Schönen Aussicht

Zeit ist es mal wieder geworden für eine Hochtour! Krankheits- und verletzungsbedingt hatten Herr Richtig und ich schon lange keine Gelegeheit mehr, unserem liebsten Bergsport nachzugehen. Da kam die Gelegenheit grade richtig, uns mit Niels aka @reef2ridge und Xaver, dem Sockenhund im Schnalstal zu treffen und die Weißkugel ins Visier zu nehmen. Niels war so nett, die Reservierung auf der Bella Vista, der Schönen Aussicht zu managen und so verabredeten wir uns zu einem Twitter-Blind-Date in Kurzras. Xaver war mit uns vor zwei Jahren im Martell- und Ultental und hatte sich als Hochtourenpartner schoneinmal bewährt.

Xaver, der Sockenhund ist mit von der Partie!
Xaver, der Sockenhund ist mir von der Partie!

Nach dem Aufstieg auf die toll gelegene Hütte auf 2.845m wurden wir von Jasmin und ihrem Team aufs allerherzlichste begrüßt und durften unser schnuckeliges 3-Bett-Zimmer beziehen. Am Abend erfuhren wir dann, warum die Hütte überall so für das Essen gelobt wird. Ein perfekt gekochtes 4-Gang-Menü wurde uns serviert, das keine Wünsche offen ließ. So gestärkt fassten wir den Entschluß, gleich am nächsten Tag die Weißkugel zu besteigen. Auch weil der Wetterbericht für diesen Tag am meisten hergab.

Um halb fünf gab es ein Bergsteigerfrühstück für uns, und wir machten uns auf den Weg zum dritthöchsten Gipfel Österreichs. Die erste Viertelstunde waren wir froh über die Lichtkegel unserer Stirnlampen, dann brach aber schon bald die Dämmerung herein. Der Weg wandt sich mit angenehmer Steigung Richtung Grat und ganz im Flow passierte uns gleich das Malheur und wir bogen falsch ab. Da standen wir am Teufelsjoch vor dem Teufelsegg, also ein Jöchl zu früh! 150m wieder absteigen und uns hinter den anderen Seilschaften einreihen, oder das Teufelsegg als Gipfel mitnehmen und überschreiten, in der Hoffnung, dass das gut machbar ist? Wir wählten die konservative Variante und stiegen wieder ab, ein Verhauer pro Tag muss reichen.

An der richtigen Scharte angekommen erwartete uns eine wundervolle Gratkraxelei auf dem Weg zum Steinschlagjoch und Hintereisferner, wo wir anseilten. Auf Steigeisen konnten wir auf Grund der Temperaturen ersteinmal verzichten und stapften auf das Hintereisjoch zwischen Innerer Quellspitze und Weißkugel zu. Im Schatten wurde der Untergrund deutlich eisiger, endlich kamen die Steigeisen zum Einsatz. Immer steiler ging es bergauf, immer dünner wurde die Luft. Und wie schön war der Moment, als wir alle am Gipfelgrat standen und nur noch die letzten paar Felsmeter und vom dritthöchsten Gipfel Österreichs (3.735m) trennten! Wir machten eine ausgiebige Mittagspause und genossen die wunderbare Aussicht, bevor es wieder über Schnee und Eis Richtung Schöne Aussicht ging. Das 4-Gänge-Menü hatten wir uns mit dieser 10-Stunden-Tour wirklich verdient!

Der Wetterbericht für den nächsten Tag war eher durchwachsen. Eine kurze Tour über den Hochjochferner zum Fineiljoch und von dort aus über einen Grat zur Grawand (3.250m) war ein guter Plan. Ganz im Gegensatz zu der fast unberührten Bergwelt um die Weißkugel bot sich hier ein ganz anderes Bild. Wir stapften zwischen den Liftmasten Richtung Joch und waren entsetzt, wieviel Müll auf einer Skipiste liegen bleibt. Der obere Bereich des Gletschers ist mit einer Plane abgedeckt. Wir wichen über den Fels aus, um diese nicht mit den Steigeisen zu beschädigen.Vom Grat aus hatten wir tolle Ausblicke ins Schnalstal hinunter und gelangten schnell auf den Gipfel der Grawand. Von dort sind es nur noch ein paar Meter bis zur Bergstation auf 3.212m mit der anscheinend höchstgelegenen Hotelbar der Alpen. Die vorhandene Infrastruktur nutzen wir für eine Kaffeepause, bevor wir noch schnell auf die Graue Wand gingen und dann wieder zur Bella Vista zurückkehrten.

Der letzte Abend auf der Hütte wurden gebührend gefeiert, für den Abstiegstag war Ausschlafen geplant. Wir verabschiedeten uns von Jasmin und ihren netten Kollegen und genossen die schönen Ausblicke beim Abstieg. Unten hieß es Abschied nehmen von Niels, der ein ganz wunderbarer Seilschaftspartner war. Er und Xaver hatten noch nicht genug und machtren sich nach einem letzten gemeinsamen Kaffee an den Aufstieg zur Similaunhütte.

Blick beim Abstieg
Blick beim Abstieg

Herr Richtig und ich waren hatten noch eine Verabredung im Martelltal, aber noch Zeit bis dahin. Diese verbrachten wir mit einem erholsamen Spaziergang um den Vernagtstausee. Vom Hunger geplagt fuhren wir nach Karthaus und kehrten in die Goldene Rose ein, dem Mutterhaus der Schönen Aussicht. Auf Empfehlung des Chefs futterten wir uns durch verschiedene Knödelvariationen und besichtigten danach das romantische Bergdorf. Die Gastfreundschaft von Paul Grüner und seinen Mitarbeitern, ob auf dem Berg oder im Tal, und die Qualität der Küche werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Und während Niels tags darauf mit Xaver den Similaun bestiegen hat (Congratulation!!!), sind wir der Meinung, dass der Similaun ein ganz hervorragender Skiberg ist und kommen im Winter ganz sicher wieder!

Der Vernagtstausee lädt zum Verweilen ein
Der Vernagtstausee lädt zum Verweilen ein

Sonntags-Sammelsurium 28. August 2016

Rick van Beek hat eine schwerbehinderte Tochter. Jedes Wochenende nimmt er sie mit zum Triathlon. Beim Schwimmen zieht er sie in einem Schlauchboot hinter sich her, beim Radfahren und beim Laufen sitzt sie in einem Anhänger, den er mit dem Radl zieht oder beim Laufen vor sich her schiebt. Ein Wahnsinns-Team und ein toller Vater!

Christina aka Rennschnecke hat einen Rennbericht der anderen Art geschrieben. Zwar schon ein bisserl her, aber mir kam er erst jetzt unter und ich bin schockiert! Was gibt es nur für bösartige Menschen? Und warum bekommen sie ihren eigenen Arsch nicht bewegt und zeigen nur mit dem Finger auf andere? Boah… ich bin stinksauer! Hut ab, wie Christina damit umgeht. Aber sie ist ja auch eine richtige Sportlerin!

Jeder von uns hat schon einmal schlimme Erfahrungen gemacht. Wenn es möglich wäre, diese zu löschen, würdet ihr es tun? Und wärt ihr dann noch dieselbe Person? Interessanter Artikel von Lauren Gravitz – „My spotless mind“

Geht es euch auch so? Ich kann die Nummer meiner Schulfreundin aus der ersten Klasse noch auswendig, aber muss bei der Telefonnummer meines Ehemanns regelmäßig überlegen (Sorry Schatz!). Liegt das am Alter oder daran, dass wir uns nichts mehr merken müssen, weil wir alles irgendwo hinspeichern? Lang aber lesenswert: „Head in the cloud“

Hier ist etwas für alle Klugscheißer, Barflies und Anis-Liebhaber: habt ihr euch auch schon einmal gefragt, warum Anisschnaps trüb wird, wenn man Wasser dazu gießt? Hier die langersehnte Antwort. Jamas!

Auf Grund meiner Krankheitsgeschichte komme ich als Organspender wohl nicht mehr in Frage. Also habe ich angefangen, mich mit dem Thema Körperspende zu beschäftigen. Ein grandioser Artikel zu dem Thema erschien bei National Geographic: „The secret lives of cadavers“ Was meint ihr zu diesem Thema? Habt ihr schonmal darüber nachgedacht?

2016 war ein gutes Gartenjahr. Vor allem der Mangold wächst wie verrückt bei uns und ich bin über jedes Mangold-Rezept froh. Das hier hört sich sehr lecker an und ist dazu noch bürotauglich.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche, bleibt gesund!

 

Sonntags-Sammelsurium 21. August 2016

Das Problem kennen sicherlich einige von euch auch: endlich Kampfgewicht erreicht und schon gehts wieder dahin und der Trend auf der Waage geht steil nach oben. Die Washington Post nennt die fünf häufigsten Gründe dafür.

Burgi, die Chefin vom wunderbaren Hotel Tannerhof in Bayrischzell, hat zwei tolle Tipps für MTB-Touren rund um meine zweite Heimat.

Das scheinheilige Getue, dass sich um die sympathischen Hahner-Zwillinge entsponnen hat, nachdem die beiden Mädels sich erlaubt haben, zusammen und lächelnd den olympischen Marathon zu finishen, wiedert mich wirklich an. Meine Gedanken dazu hat Laufen mit Frau Schmitt in Worte gefasst. Danke für diesen tollen Text!

Der BR zeigt Nervenkitzel-Bilder von einer Rettungsaktion der Bergwacht am Watzmann. Wahnsinn! Zum Glück gibt es die Retter in Rot und Blau!

kulturnatur.de nimmt uns mit auf die Edelrauthütte am Pfunderer Höhenweg. Ein starkes Stück Bergarchitektur. Gleich auf die Bucketlist gewandert.

Bei Edition F habe ich ein neues Hummus-Rezept gefunden, das drigend ausprobiert werden muss. Hmmmm… Zitronenhummus!

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Reisebegleitung für die schöne, wilde Isar

Unseren Zugspitzausflug verbanden Herr Richtig und ich mit der Erfüllung eines langgehegten Plans: wir wollten schon lange einmal unseren Heimatfluss, die Isar, von Ihrer Geburtsstätte im Karwendel bis zu unserer Haustür in der Nähe der Wittelsbacher Brücke begleiten.

Zur Isar habe ich eine sehr innige Beziehung. An Ihrem Ufer habe ich schon viele Feste gefeiert, schon oft der Stadt zugeschaut, wie sie erwacht oder sich Schlafen legt. An heißen Tagen bringt sie mir Abkühlung, manchmal hängen nur die Füße drin, manchmal ist es wunderbar, in ihr zu schwimmen. Ich habe an ihrem Ufer für die Uni gelernt und auch fürs Leben. Mit ihr zusammen verbringe ich viele Morgen und eine Auswertung bei movescount, wie viele Kilometer ich an ihr entlang schon zurückgelegt habe, würde sicherlich ein hübsches Sümmchen zusammenbringen.

Zeit also zu schauen, wo die Schöne ihren Ursprung hat und welchen Weg sie zurücklegt, bevor sie uns in München „Grüß Gott“ sagt.

Die Isar in ihrem Karwendelcanyon
Die Isar in ihrem Karwendelcanyon

In strömenden Regen besteigen wir mit unseren Radln in Ehrwald den Zug. Trotz kurzer Verspätung erreichen wir in Garmisch den Anschlußzug nach Scharnitz. Zu unserer Freude hat der Regen nachgelassen und nach kurzer Zeit gehts sogar im Trockenen in die Karwendeltäler hinein. Beständig geht es leicht bergan, immer wieder mit wundervollen Ausblicken zur funkelnden Isar, die uns türkisgrün in einem Canyon entgegenfließt. Nach einer kurzen Abfahrt und noch ein bisschen Strecke erreichen wir ihn endlich – den Geburstort unserer Reisebegleiterin für die nächsten zwei Tage.

Ein Bankerl am Isarursprung lädt zum Verweilen ein
Am Isarursprung ist sie noch ganz klein…
Eiskalt und türkisgrün kommt sie auf die Welt.
… eiskalt und ganz klar.
Hier macht sie sich auf die Reise nach Thundorf.
Hier macht sie sich auf die Reise nach Thundorf.

Eisig kalt uns kristallklar erblickt sie als kleines Bacherl das Licht der Welt und sammelt auf ihrem Weg noch viele Gebirgsbäche ein. Wir füllen unsere Trinkflaschen mit ihrem Wasser und machen uns auf den Weg nach München. Gute 160 Kilometer liegen vor uns. Wir planen, es am ersten Tag bis nach Lenggries zu schaffen. Um 18:00 Uhr spielt ja auch Yogis Elf, bis dahin sollten wir ein Zimmer gefunden haben.

Bis Krün ist uns der Wettergott hold, dann fängt es an zu regnen. Was als leichter Niesel beginnt, entwickelt sich schnell zu anhaltendem Schnürlregen. Das schöne Karwendel versteckt sich hinter tiefen Wolken, der Fahrspaß hält sich wirklich in Grenzen. Nach einer Flussüberquerung sind auch die Füße watschelnass. Der Gasthof Zur Post in Vorderriß ist da eine willkommene Möglichkeit zur Einkehr. Wir gönnen uns ein verfrühtes Abendessen und schlüpfen wieder in unser patschnasses Gwand hinein, um die letzten Kilometer nach Lenggries in Angriff zu nehmen. Es schüttet immer noch wie aus Eimern, so dass wir auch die wunderschönen Abschnitte des Isarradwegs vor Lenggries gar nicht richtig genießen können. In Lenggries hört der Regen auf, wir bekommen spontan ein Zimmer im Lenggrieser Hof und sind pünktlich zum Anpfiff wieder halbwegs trocken.

Stromschnelle kurz hinter Lenggries.
Kurz hinter Lenggries… der Regen hört auf!
In der Nähe von Lenggries mäandert sie noch ganz wild.
Isarauen in der Nähe von Lenggries

Nach einen feinen Frühstück am nächsten morgen geht es bei leichtem Nieselregen weiter nach München. Welche Freude, als nach einer halben Stunde auf dem Rad der Regen ganz aufhört.

Bad Tölz
Bad Tölz

Wir freuen uns an der schönen Heidelandschaft zwischen Lenggries und Wolfratshausen, wo wir kurz überlegen einen Kaffee zu trinken. Hätten wir das mal gemacht… Direkt am Radweg finden wir nämlich keine Gelegenheit mehr dazu, Montag ist fast überall Ruhetag. Kilometer für Kilometer wird das Wetter immer besser. Ab Kloster Schäftlarn sind die Wege an der Isar entlang eigentloch schon Homezone für uns. Der Anstieg ans Isarhochufer in den Perlacher Forst kommt uns gar nicht so lang vor, wie sonst. Und in Grünwald genehmigen wir uns zur Feier des Tage ein paar Kilometer von unserer Wohnung entfernt doch noch einen Kaffee. Ab der Grünwalder Brücke gibts noch ein bisschen lockeres Gekurbele und schon sind wir zu Hause an der Wittelsbacher Brücke. Wir biegen ab und wünschen der Isar noch eine gute Weiterreise nach Thundorf und bedanke uns für die schöne Reisebegleitung. Vielleicht radeln wir den Isarradweg ja einmal mit ihr zu Ende… Es würde sich bestimmt lohnen.